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| Firmengeschichte |
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Die Firma Carl KRAFFT & Söhne wurde im Jahre 1870 von Carl KRAFFT, zusammen mit Heinrich Depiereux gegründet. Zunächst wurde eine Eisengießerei mit angeschlossener Dampfkesselanlage errichtet. Die Firma hieß zu diesem Zeitpunkt KRAFFT & Depiereux.
Gefertigt wurden zu dieser Zeit hauptsächlich Maschinen und einzelne Aggregate für die regionale, also für die Dürener papiererzeugende Industrie. Es gab aber auch gelegentlich Aufträge aus anderen Branchen. So findet sich in den Archivunterlagen Fotomaterial über Drahtziehmaschinen und
Im Jahre 1898 schied Heinrich Depiereux aus der Gesellschaft aus und gründete ein neues Unternehmen, nur wenige Hundert Meter Luftlinie von hier entfernt, unter der Bezeichnung "Dürener Maschinenfabrik".
Carl KRAFFT führte das Unternehmen unter der Firmenbezeichnung Carl KRAFFT & Söhne weiter, also dem Firmennamen, der auch heute noch Gültigkeit hat.
Auch der firmeneigene Fuhrpark bestand zu dieser Zeit bereits, allerdings in Form von Pferd und Wagen.
Es wurden zunächst Reparaturen an bestehenden Anlagen in der Dürener Papierindustrie durchgeführt, aber schon bald konnte auch der Kundenkreis regional erweitert werden und es wurden komplette Papiererzeugungsanlagen, einschließlich dem Gesamtengineering, gebaut und geliefert. Südamerika, Korea, Südafrika und andere Länder konnten beliefert werden und so der Bekanntheitsgrad des Unternehmens gesteigert werden.
Mit der konstruktiven Vergrößerung der Maschinen für die Papier- und Kartonindustrie ging natürlich auch der Bedarf an großen und langen Walzenkörpern einher.
Der Betrieb musste natürlich in seiner Struktur umgestellt werden. So wurde 1966 die aus dem Jahre 1870 stammende Eisengießerei geschlossen, weil zu diesem Zeitpunkt kein wirtschaftlicher Erfolg für diese Abteilung mehr feststellbar war. Die Betriebsfläche wurde für eine Schweißerei umgebaut und so zumindest von der Kopfzahl her die Betriebsbelegschaft erhalten. Dabei wurden zweieinhalb Betriebshallen und ein Teil des Bürogebäudes abgebrochen und hierfür eine großzügig gestaltete Halle neu errichtet sowie das bestehende Bürogebäude um eine Etage aufgestockt. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Neubau in Form des Werkes 2 in der Distelrather Straße, Düren, errichtet. Dazu wurde eine Geländefläche von 10.000 m2 angekauft und eine Halle von zunächst 1.500 m2 errichtet, in der vornehmlich die größeren Drehteile bearbeitet werden. Während früher der gesamte Maschinenbau eine sehr große Fertigungstiefe erforderte und im Hause KRAFFT vom Zahnrad bis zur geschliffenen Walze alle Artikel selbst gegossen, mechanisch bearbeitet und entsprechend zusammengebaut wurden, ist der Betrieb heute darauf eingerichtet, Walzen, Zylinder, Trommeln und andere Großdrehteile zu fertigen. Nach wie vor ist KRAFFT ein mittelständisches Unternehmen, das mit etwa 110 Beschäftigten solide strukturiert ist. Zum Jahresende 1999 übernahm KRAFFT die Mehrheit an den Geschäftsanteilen der KELZENBERG + CO GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Großwalzen und Druckbehältern. Durch die Akquisition konnte das Produktspektrum erweitert und die Fertigungsmöglichkeiten vertieft werden. |
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