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Unternehmen

Die Maschinenfabrik Carl KRAFFT & Söhne GmbH & Co. KG wurde 1870 als Eisengießerei und Maschinenbauunternehmen gegründet.
Krafft ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit gut 100 Beschäftigen an zwei Standorten in Düren. Das Know-How aus dem Anlagenbau für die Papier- und Pappenerzeugung wurde seit 1980 auf die Herstellung von Walzen und als Spezialist für rotations-symmetrische Körper neu ausgerichtet.
KRAFFT fertigt Drehteile bis zu einem Durchmesser von 5.500 mm und einer Länge von 15.000 mm und deckt damit den Bedarf vieler Branchen vollständig ab.
KRAFFT ist einer der führenden Walzenhersteller in Europa.
Die Papierindustrie ist weiterhin eine Hauptsäule der KRAFFT Produkte, wobei neben der Walzenfertigung der Service ein wichtiges Geschäftsfeld darstellt. Wir stehen mit unserem Kompetenzteam bei Umbauten, Erweiterungen oder Modernisierungen von bestehenden Papier- oder Kartonherstellungsanlagen zur Verfügung.
KRAFFT hat während der letzten Jahre sein Produktspektrum überarbeitet und die technische Ausstattung der Fertigung und die Kapazitäten angepasst. Der ursprüngliche Firmensitz wurde weitgehend saniert und eine zweite Produktionsstätte errichtet. Im Jahr 1999 mit der Firma KELZENBERG + CO. ein ortsansässiger Wettbewerber übernommen. Zwischenzeitlich wurden die Produkte in das Produktportfolio von KRAFFT erfolgreich integriert.


Management



Michael Hess
Geschäftsführender Gesellschafter
Kaufmännische Verantwortung


Peter Kayser
Geschäftsführender Gesellschafter
Technische Verantwortung


Alice Speth
Prokuristin und Gesellschafterin

Firmengeschichte

Die Firma Carl KRAFFT & Söhne wurde im Jahre 1870 von Carl KRAFFT, gemeinsam mit Heinrich Depiereux gegründet. Zunächst wurde eine Eisengießerei mit angeschlossener Dampfkesselanlage errichtet. Die Firma hieß zu diesem Zeitpunkt KRAFFT & Depiereux.
Im Jahre 1879 wurde der Eisengießerei eine Maschinenfabrik angegliedert und eine weitere Dampfmaschine in Betrieb genommen.
Zu dieser Zeit wurden hauptsächlich Maschinen und einzelne Aggregate für die Dürener papiererzeugende Industrie gefertigt. Bereits in dieser Zeit wurden auch andere Branchen bedient. So findet sich in den Archivunterlagen Fotomaterial über Drahtziehmaschinen und
Glasschleifmaschinen. Gebaut wurden auch Wickelpappenmaschinen, die natürlich noch dem völligen Handbetrieb unterlagen.

Besondere Bedeutung erlangte für die Dürener Region und die Fa. KRAFFT & Söhne der sogenannte Holländer sowie der Kollergang, beides bekannte Maschinen zur Stoffaufbereitung. Diese Aggregate wurden zum Teil in sehr großen Stückzahlen produziert.
Im Jahre 1898 schied Heinrich Depiereux aus der Gesellschaft aus und gründete ein neues Unternehmen unter der Bezeichnung "Dürener Maschinenfabrik", nur wenige Hundert Meter Luftlinie entfernt.
Carl KRAFFT führte das Unternehmen unter der Firmenbezeichnung Carl KRAFFT & Söhne weiter.

Die Papierindustrie war für die Fa. Carl KRAFFT & Söhne immer ein bedeutender Kunde. In den Gründerjahren zunächst innerhalb der nahegelegenen Region, später dann aber auch im europäischen Ausland.
In den Jahren 1900 bis 1907 erfolgte ein erheblicher Ausbau des Unternehmens, sowie eine technische Modernisierung. Unter anderem wurde ein großer Werkstattkran selbst gefertigt, um damit die in der Gießerei hergestellten Trockenzylinder auch innerbetrieblich bewegen zu können.
Auch der firmeneigene Fuhrpark bestand bereits zu dieser Zeit, allerdings in Form von Pferd und Wagen.

1920 bis 1955 übernahm Carl Eberhard KRAFFT, der Sohn des Gründers die alleinige Geschäftsführung. In dieser Zeit produzierte das Unternehmen Maschinengruppen für die papier- und pappenerzeugende Industrie. Es wurden auch Gesamtanlagen errichtet. Die eigenen Fachmonteure installierten die Anlagen und nahmen sie in Betrieb.

Der am 16.November 1944 über Düren erfolgte Großangriff innerhalb des zweiten Weltkrieges, zerstörte wie ein Wunder nur in ganz geringen Umfang die Betriebseinrichtungen des Unternehmens. So konnte man unmittelbar nach der Kapitulation wieder mit einigen treuen und aus den Kriegswirren zurückgekehrten Mitarbeitern die Produktion aufnehmen.
Es wurden zunächst Reparaturen an bestehenden Anlagen in der Dürener Papierindustrie durchgeführt, aber schon bald konnte auch der Kundenkreis regional erweitert werden und es wurden komplette Papiererzeugungsanlagen, einschließlich dem Gesamtengineering, gebaut und geliefert. Südamerika, Korea, Südafrika und andere Länder konnten beliefert werden und so der Bekanntheitsgrad des Unternehmens gesteigert werden.
Mit der konstruktiven Vergrößerung der Maschinen für die Papier- und Kartonindustrie stieg auch der Bedarf an großen und langen Walzenkörpern.
Im Jahre 1962 übernahm Eberhard Hess, in direkter Nachfolge von Carl Eberhardt KRAFFT, mit knapp 23 Lebensjahren die Geschäftsführung des Unternehmens. Mit Dietrich Nebel, der in der Branche der Wickelpappenindustrie deutliche Spuren für Automatikanlagen hinterlassen hatte, trat ein ausgewiesener Experte in die Firma ein.
Gemeinsam führten sie bis zum Jahre 1990 das Unternehmen, ehe Dietrich Nebel gesundheitsbedingt ausschied.

In dieser Zeit wurden, neben den bekannten Nebel-Wickelpappen-Straßen, Walzen, Zylinder, Trommeln und andere Großdrehteile gefertigt. Nach wie vor ein Aushängeschild der Firma.
Der Betrieb optimierte fortwährend seine Struktur. So wurde 1966 die aus dem Jahre 1870 stammende Eisengießerei geschlossen und die Betriebsfläche für den Aufbau einer Schweißerei genutzt.

Im Jahre 1996 erfolgte ein weiterer Modernisierungsumbau am Hauptsitz.
Dabei wurden ein Teil der Betriebshallen und ein Teil des Bürogebäudes abgebrochen, eine großzügig gestaltete Halle neu errichtet und das bestehende Bürogebäude um eine Etage aufgestockt.

Im darauffolgenden Jahr wurde ein Neubau in Form des Werkes 2 in der Distelrather Straße, Düren, errichtet. Dazu wurde eine Geländefläche von mehreren zehntausend Quadratmetern gekauft und eine Halle von zunächst 1.500 m2 errichtet, in der vornehmlich die größeren Drehteile bearbeitet werden.

Während früher der gesamte Maschinenbau eine sehr große Fertigungstiefe erforderte und im Hause KRAFFT vom Zahnrad bis zur geschliffenen Walze alle Artikel selbst gegossen, mechanisch bearbeitet und entsprechend zusammengebaut wurden, ist der Betrieb heute darauf eingerichtet, Walzen, Zylinder, Trommeln und andere Großdrehteile zu fertigen.
Zum Jahresende 1999 übernahm KRAFFT die Mehrheit an den Geschäftsanteilen der KELZENBERG + CO GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Großwalzen und Druckbehältern. Durch die Akquisition konnte das Produktspektrum erweitert und die Fertigungsmöglichkeiten vertieft werden.

Im Jahr 2014 wird eine Erweiterung der Produktionsfläche am Werk 2 um ca. 1.750 m² durchgeführt.


UNSERE PRODUKTIONSSTÄTTEN


Werk 2 (2014)

Werk 1 (2008)